Ab Mai 1878 wurden für die Traktion der Schnellzüge Wien-Orsova Lokomotiven der Bauart
1B1n2 verwandt, die in der Eisenbahnwelt unter der Bezeichnung "Orléans" bekannt sind.
Dieser Lokomotivtyp wurde in Europa erstmalig in
Frankreich eingesetzt, und zwar von der
Gesellschaft Paris-Orléans (PO) für die Bespannung der Schnellzüge Paris-Orleans-Bordeaux
(584 km - "Sud-Express") und Paris-Orléans-Montauban (662 km - "Barcelone Express"). Das
Projekt zur ersten Lokomotive der Bauart "Orléans" wurde im Jahre 1873 von Fourquenot,
dem Chefingenieur der PO, realisiert. Im Zeitraum von 1860 bis zum Beginn des 20.
Jahrhunderts wurden etwa 400 solcher Lokomotiven hergestellt. In ähnlichen Varianten
wurden "Orléans"-Lokomotiven auch in Östereich-Ungarn, Rumänien, England, Belgien und
Deutschland eingesetzt. Für die Strecken des Banats und vor allem auf der Relation
Timiscara-Carangebes-Orsova wurden "Orléans"-Lokomotiven benutzt, die im Jahre 1882 vom
französischen Ingenieur Polonceau projektiert worden waren, seinerzeit technischer
Direktor der StEG. Diese Lokomotiven wurden 1882-1896 von der StEG gebaut und hatten
einen Treibraddurchmesser von 1800 mm und eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h. Die
große Mehrheit blieb bis in die 20er Jahre im Einsatz, worunter nach 1919 eine, die MAV
223.032, in den CFR-Bestand übernommen wurde.