Eisenbahn in Rumänien
Bauart Orléans

Rumänien
29.12.1979
Mi.-Nr. 3675

Internationale Verkehrsausstellung Hamburg

Nr. 458

Ab Mai 1878 wurden für die Traktion der Schnellzüge Wien-Orsova Lokomotiven der Bauart 1B1n2 verwandt, die in der Eisenbahnwelt unter der Bezeichnung "Orléans" bekannt sind. Dieser Lokomotivtyp wurde in Europa erstmalig in Frankreich eingesetzt, und zwar von der Gesellschaft Paris-Orléans (PO) für die Bespannung der Schnellzüge Paris-Orleans-Bordeaux (584 km - "Sud-Express") und Paris-Orléans-Montauban (662 km - "Barcelone Express"). Das Projekt zur ersten Lokomotive der Bauart "Orléans" wurde im Jahre 1873 von Fourquenot, dem Chefingenieur der PO, realisiert. Im Zeitraum von 1860 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurden etwa 400 solcher Lokomotiven hergestellt. In ähnlichen Varianten wurden "Orléans"-Lokomotiven auch in Östereich-Ungarn, Rumänien, England, Belgien und Deutschland eingesetzt. Für die Strecken des Banats und vor allem auf der Relation Timiscara-Carangebes-Orsova wurden "Orléans"-Lokomotiven benutzt, die im Jahre 1882 vom französischen Ingenieur Polonceau projektiert worden waren, seinerzeit technischer Direktor der StEG. Diese Lokomotiven wurden 1882-1896 von der StEG gebaut und hatten einen Treibraddurchmesser von 1800 mm und eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h. Die große Mehrheit blieb bis in die 20er Jahre im Einsatz, worunter nach 1919 eine, die MAV 223.032, in den CFR-Bestand übernommen wurde.

Fern-Express Nr. 82 II/2004/Eisenbahnen in Südosteuropa


Technische Daten

Gesellschaft CFR
Hersteller StEG
Achsfolge 1B1
Spurweite 1.435 mm
Treibrad-Ø 1.800 mm
Geschwindigkeit 110 km/h
Baujahre 1882 - 1896